Ist der Li-Ion Akku nach erreichen der Ladezyklen-Angabe kaputt?

1 Ladezyklus ist eine Volladung!

Der erste häufige Irrtum ist, dass jeder Ladevorgang – also zum Beispiel auch das Nachladen eines zu 80% aufgeladenen Akkus -einen Ladezyklus darstellt. Das ist aber falsch. 1 Ladezyklus entspricht einer 100% Volladung.

Lädt man einen Akku zweimal von 50% auf 100% Ladestand auf, so entspricht das einem einzigen Ladezyklus. Oder wenn man zum Beispiel einen Akku fünfmal von 60% auf 80% auflädt. Dann ist das auch ein Ladezyklus.
Nach xxx Ladezyklen ist noch lange nicht Schluss!

Der zweite Irrtum ist, dass ein Akku nach der angegebenen „Lebensdauer“ (wohl die falsche Übersetzung!) kaputt ist. Das ist er nämlich keineswegs. Nach xxx Ladezyklen hat der Akku bloß nur noch 90% der ursprünglichen Kapazität. Oder anders gesagt: Statt z.B. 150 km Reichweite, nur noch 135 km. Wenn man bedenkt, dass der Großteil der E-Motorradfahrer in Europa pro Tag nur etwa 20 - 25 Kilometer zurücklegt, ist das immer noch eine ordentliche Distanz. Bloß einmal pro Woche aufladen? Bei Smartphones können wir nur davon träumen!

Eine typische Zero S oder Zero DS kann z. B. über 320.000 km fahren, bevor die ursprüngliche maximale Akkukapazität auf 80 % absinkt.

Beim NIU Roller werden z.B. 600 Ladezyklen angegeben, das wären dann über 20000 km bis 90% Akkukapazität. Nach Erreichen von 600 - 1000 Ladezyklen befindet sich der Akku immer noch zwischen 80 und 90% der max. Kapazität.

Angaben ohne Gewähr!