Vergleichstest Ducati Monter 821 vs. Zero SRF - Infos von www.chilli-x.at
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Judenburg | Steiermark – Mit der Zero SR/F hat der kalifornische E-Motorrad-Pionier die nächste Generation von Elektromotorrädern entwickelt. Erst vor kurzem in Europa eingetroffen, durfte ich das neue Topmodell von Zero Motorcycles bei Chilli-X in Judenburg abholen. Das gab mir die Gelegenheit, den neuen E-Streetfighter mit meiner Ducati Monster 821 am Weg hinauf nach Hohentauern zu vergleichen…

Erst wenige Tage davor in Judenburg angekommen, übergab mir der österreichische Zero-Pionier Robert Koscil von Chilli-X sein neues Heiligtum. Nach kurzer Erklärung der Zero SR/F und etwas Fachsimpeln ging es los. Ich kannte die von mir auserkorene Teststrecke hinauf nach Hohentauern sehr gut aus dem vergangen Jahr. Am täglichen Weg von meinem Quartier in Hohentauern zur Arbeit bei der MotoGP am Red Bull Ring lernte ich die Strecke in einem Abarth 595 Pista ausgiebig auf vier Rädern kennen (hier geht´s zum Bericht…). Sie bietet alles, was es für einen aussagekräftigen Test braucht. Enge und langgezogene Kurven, Kuppen, länger Geraden und unterschiedliche Straßenbeschaffenheiten.


Nachdem ich im Juni mit dem Leichtmotorrad Zero DS 11 kW als erster Elektromotorradfahrer am Großglockner war (hier geht´s zum Bericht…), war diesmal ein ganz anderes Kaliber an der Reihe. Der Streetfighter Zero SR/F stellt das bislang leistungsstärkste Elektromotorrad von Zero Motorcycle dar. Vorgestellt in Amsterdam in diesem Februar (hier geht´s zum Bericht…), läutet dieses Modell eine neue Ära bei den elektrisch angetriebenen Sportmotorrädern ein.
ERSTAUNLICHE LEISTUNG MIT EXTREMER LEICHTIGKEIT

Die maximale Leistung der Zero SR/F von 82 kW ist ident mit der meiner Ducati Monster 821. Das maximale Drehmoment des E-Streetfighters ist mit 190 Nm aber mehr als doppelt
groß und steht ab der ersten Umdrehung des Zero-Elektromotors ZF 75-10 zur Verfügung. Dieses immense Antriebsmoment ist nicht nur im direkten Vergleich stark spürbar. Die SR/F beschleunigt unglaublich stark. „Galaktisch“ ist meines Erachtens der beste Ausdruck dafür. Die Kraftentfaltung geht dabei geschmeidig vonstatten und ist sehr gut dosierbar.

Begleitet von einem leisen Turbinengeräusch erreichte ich mühelos sehr hohe Geschwindigkeiten. Grenzen sind hier nur durch die Vernunft des Fahrers und die elektronisch abgeregelte Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h gesetzt. Nicht nur die Beschleunigung aus dem Stand begeistert, auch der Durchzug ist in jedem Geschwindigkeitsbereich phänomenal.

Besonders aufgefallen ist mir der Unterschied gleich am ersten Bergaufstück von Judenburg nach Pöls. Nachdem ich am ersten Tag mit der SR/F dort hinauf beinahe ohne es zu merken sehr schnell unterwegs war, konnte ich tags darauf mit meiner Monster 821 nicht annähernd diese Beschleunigung und Geschwindigkeit erzielen. Auch nicht mit Ausdrehen der Gänge in höhere Drehzahlen. Im Vergleich zur Entspanntheit der SR/F mühte sich mein kleines Monster dabei auch sichtlich ab und gab mir dies auch lautstark zu verstehen.

BEIDE FAHRWERKE TOP

Bei der Handlichkeit habe ich wenig Unterschied bemerkt. Vielleicht ist die SR/F durch den tiefen Schwerpunkt (Akku) etwas handlicher. Beide Motorräder sind im Stadtverkehr sehr wendig zu bewegen, zumal auch das Gewicht sehr ähnlich ist. Mit 220 kg ist die Zero SR/F ein Leichtgewicht im Segment der leistungsstarken Elektromotorräder, die Monster 821 bringt fahrfertig 205 kg auf die Waage.

Bezüglich Fahrwerk hat meine Monster 821 die Nase leicht vorne. Zwar bügelte die SR/F mit ihrem vo
oll einstellbaren Showa-Fahrwerk nahezu alle Unebenheiten problemlos weg, einen kleinen Unterschied stellte ich aber zum Beispiel bei den Dehnungsfugen von Brücken fest. Diese kurzen Schläge beeindruckten die Ducati noch weniger, sie fühlt sich dabei souveräner und etwas satter auf der Straße liegend an. Der Unterschied ist aber marginal und mag auch daran liegen, dass die getestete SR/F nagelneu war und sich die mechanischen Teile daher erst einlaufen müssen. Beide sportlich ausgelegten Fahrwerke sind jedenfalls hochklassig und sehr ausgewogen zu fahren.

Die Ähnlichkeit der beiden Streetfighter ist auch in den Maßen erkennbar. Der Radstand der SR/F ist mit 1.450 mm zwar um 30 kürzer als bei der Monster 821, der Lenkkopfwinkel mit 24,5° bzw. 24,3° und Nachlauf mit 94 bzw. 92,2 mm jedoch nahezu ident. In beiden Motorrädern sind vorne Upside-down Gabeln mit 43 mm Standrohrdurchmesser verbaut, mit 120 bzw. 130 mm Federweg in der Monster. Identische zwei Bremsscheiben vorne mit 320 mm werden bei der SR/F mit zwei J. Juan Vierkolben-Radialsätteln verzögert, bei der 821er vom Pendant von Brembo.

GROSSE UNTERSCHIEDE BEI REICHWEITE UND VERBRAUCH

Unweigerlich kommen wir bei einem Elektromotorrad-Test auf das Thema Reichweite. Was hat mein kurzer Test gezeigt? Bei flotter Gangart, die so richtig Spaß macht, konnte ich im Sport-Modus eine Reichweite von etwas mehr als 100 km erzielen. Ich wollte beim ersten Test eines vollkommen neuen Motorrades natürlich wissen, was es kann. Und das ist wie schon eingangs beschrieben unglaublich viel. Da man aber vor allem mit einem Elektromotorrad nicht immer nur Heizen will, sondern auch mal gerne entspannt dahingleitet, halte ich die von Zero angegebene kombinierte Reichweite von 158 km nach EU-Standard für durchaus realistisch.

Dies kann auch Robert, der Eigentümer vom Zero-Händler Chilli-X, bestätigen, der bei einem Test im Eco-Modus bei StVO-konformer Fahrweise bereits mehrmals die 200 km-Marke knacken konnte. Und das bei einer Fahrt über das Gaberl, einem bei Motorradbegeisterten beliebtem Pass in der Steiermark auf 1.547 Meter Seehöhe. Aus meiner eigenen Erfahrung mit dem Eco-Modus kann ich sagen, dass dieser in keinster Weise eine Spaßbremse darstellt, zumal damit eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h und immer noch beeindruckende Beschleunigungs- und Durchzugswerte erzielt werden können.

Die Reichweite ist beim heutigen Stand der Technik noch der große Vorteil von benzingetriebenen Fahrzeugen. So komme ich mit den 17,5 Litern Tankinhalt meiner Monster 821 und einem Verbrauch von rund 5 Litern bei moderater Fahrweise auf eine Reichweite von 350 Kilometer, die ich noch dazu nach einem Tankstopp in wenigen Minuten wieder in vollem Umfang zur Verfügung steht. Bei der Zero SR/F dauert dies schon ein wenig länger. In der von mir getesteten Basisvariante mit 3 kW und Schukostecker 4 Stunden von 0-95 %, bzw. 4,5 Stunden bis der Akku voll aufgeladen ist. Für längere Reisen empfiehlt sich daher zumindest die 6 kW-Variante. Damit reduziert sich die Ladezeit um die Hälfte. Das sogenannte Rapid Charge System von Zero ermöglicht mit einem optional eingebauten Schnellladegerät eine Ladeleistung von bis zu 12 kW. Damit kann die Ladezeit (0-95%) auf 1 Stunde reduziert werden.

GROSSE UNTERSCHIEDE BEI REICHWEITE UND VERBRAUCH

Unweigerlich kommen wir bei einem Elektromotorrad-Test auf das Thema Reichweite. Was hat mein kurzer Test gezeigt? Bei flotter Gangart, die so richtig Spaß macht, konnte ich im Sport-Modus eine Reichweite von etwas mehr als 100 km erzielen. Ich wollte beim ersten Test eines vollkommen neuen Motorrades natürlich wissen, was es kann. Und das ist wie schon eingangs beschrieben unglaublich viel. Da man aber vor allem mit einem Elektromotorrad nicht immer nur Heizen will, sondern auch mal gerne entspannt dahingleitet, halte ich die von Zero angegebene kombinierte Reichweite von 158 km nach EU-Standard für durchaus realistisch.

Dies kann auch Robert, der Eigentümer vom Zero-Händler Chilli-X, bestätigen, der bei einem Test im Eco-Modus bei StVO-konformer Fahrweise bereits mehrmals die 200 km-Marke knacken konnte. Und das bei einer Fahrt über das Gaberl, einem bei Motorradbegeisterten beliebtem Pass in der Steiermark auf 1.547 Meter Seehöhe. Aus meiner eigenen Erfahrung mit dem Eco-Modus kann ich sagen, dass dieser in keinster Weise eine Spaßbremse darstellt, zumal damit eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h und immer noch beeindruckende Beschleunigungs- und Durchzugswerte erzielt werden können.

Die Reichweite ist beim heutigen Stand der Technik noch der große Vorteil von benzingetriebenen Fahrzeugen. So komme ich mit den 17,5 Litern Tankinhalt meiner Monster 821 und einem Verbrauch von rund 5 Litern bei moderater Fahrweise auf eine Reichweite von 350 Kilometer, die ich noch dazu nach einem Tankstopp in wenigen Minuten wieder in vollem Umfang zur Verfügung steht. Bei der Zero SR/F dauert dies schon ein wenig länger. In der von mir getesteten Basisvariante mit 3 kW und Schukostecker 4 Stunden von 0-95 %, bzw. 4,5 Stunden bis der Akku voll aufgeladen ist. Für längere Reisen empfiehlt sich daher zumindest die 6 kW-Variante. Damit reduziert sich die Ladezeit um die Hälfte. Das sogenannte Rapid Charge System von Zero ermöglicht mit einem optional eingebauten Schnellladegerät eine Ladeleistung von bis zu 12 kW. Damit kann die Ladezeit (0-95%) auf 1 Stunde reduziert werden.


Die Zero SR/F hat einen vergleichbaren Kraftstoffverbrauch von 0,55 l/100 km in der Stadt und 1,08 l/100 km auf der Schnellstraße. Berechnet werden diese Werte mit dem sogenannten „Miles per Gallon Equivalent“ (MPGe). Dieses gibt Auskunft darüber, wie weit man mit einem Elektrofahrzeug fahren kann, wenn die Energiemenge einer Gallone Benzin zur Verfügung steht. Da verbraucht meine Monster 821 mit rund 5l/100 km zumindest das Fünffache, was vor allem am wesentlich höheren Wirkungsgrad des Elektromotors liegt.
ARMIN ON BIKE CONCLUSIO

Alles in allem hat die Zero SR/F in meinem Vergleich sehr gut abgeschnitten. Dieser hat nicht mit irgendeinem Naked Bike stattgefunden sondern mit dem Maß aller Dinge bei den Naked Bikes, der italienischen Ikone Ducati Monster aus Borgo Panigale. Die Ducati Motor Holding feilt schon 25 Jahre an ihrem Kunstwerk. Da ist es umso beeindruckender, was Zero Motorcycles in den 13 Jahren seit Bestehen des Unternehmens mit einer vollkommen neuen Antriebstechnologie am Motorradsektor zustande gebracht hat. Das Unternehmen aus dem kalifornischen Scotts Valley ist damit im Moment unbestritten der weltweit führende Hersteller von Elektromotorrädern und leistet damit einen großen Beitrag zur Lärm- und Abgasreduktion bei ständig wachsendem Verkehrsaufkommen.
Bericht und Bilder: arminonbike.com



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