Walkner 4.ter bei Marokko Rallye
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Walkner beendet die Marokko Rallye auf Platz sieben!

Nachdem Walkner auf der vierten und vorletzten Etappe der Marokko-Rallye gestürzt ist, hat er heute mit Schmerzen zu kämpfen und muss beinahe die gesamte Etappe im Stehen bewältigen: „Ich bin gestern ein wenig zu schnell in eine Passage gefahren und habe hinten seitlich einen Schlag erwischt. Ich dürfte einen Stein übersehen haben. Danach ist mir das Motorrad hinten ausgebrochen und ich bin frontal in einen Geröllhaufen mit 40-50cm großen Steinen geflogen.

Da weiß man sofort - jetzt wird es richtig weh tun! Das Knie ist so arg geschwollen, als ob ein Tennisball drinnen wäre. Zum Glück halten sich die Schmerzen in Grenzen, trotzdem kann ich das Knie nicht mehr anwinkeln und ein Sitzen am Motorrad war deswegen kaum möglich“, erklärt Walkner seinen gestrigen Sturz. Erneute Lücken und fehlende CAP (Himmelsrichtung) Angaben im Roadbook, werfen das Gesamtresultat einmal mehr um. So verliert der Salzburger, wie auch KTM-Teamkollege Toby Price, der die Etappe vor Walkner eröffnen musste, viel Zeit und rutscht in der Gesamtwertung wieder zurück.

Die heutige letzte Etappe beendet der Salzburger auf dem vierten Rang. In der Gesamtwertung kann Walkner, auf der relativ kurzen Sonderprüfung, allerdings keine Platzierungen mehr gut machen und landet auf dem siebten Rang. Bis heute Morgen war sich Walkner nicht sicher, ob er aufgrund seines geschwollenen Knies an den Start gehen kann: „Ich habe die 220 Kilometer lange Verbindungsetappe als Test genommen und wollte danach entscheiden, ob ich das Rennen heute fahre. Zu Beginn war ich relativ vorsichtig und habe mich herangetastet. Aufgrund dessen, dass ich nicht richtig zum Bremshebel dazukam, bin ich einige Male über die Kurve hinausgeschossen.

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Toby konnte mich bei Kilometer 50 einholen, dann hat mich doch der Ehrgeiz gepackt. Später sind wir 80 Kilometer auf einem gerölligen Untergrund gefahren - hier muss man, um Grip und Traktion aufzubauen, viel Druck auf die Fußrastern bringen. Das war unmöglich für mich, da ich die meiste Zeit meinen Fuß nicht mal auf den Fußraster stellen konnte. Danach kam eine schnellere Piste und ich konnte sogar noch etwas aufholen und den Tag auf dem vierten Platz beenden“, beschreibt Walkner die letzte Etappe der Marokko Rallye und zieht ein durchaus positives Fazit: „Ich glaube, ich kann sehr zufrieden sein. Den Prolog konnte ich gewinnen sowie einen dritten und zweiten Etappenplatz einfahren. Was den Speed angeht, bin ich auf jeden Fall vorne dabei und körperlich fühle ich mich auch echt stark. Ich weiß, woran ich die kommenden Wochen noch arbeiten muss“.

Der US-Amerikaner Andrew Short vom HUSQVARNA Team gewinnt die Gesamtwertung vor dem Spanier Joan Barreda und dem Chilenen Pablo Quintanilla.


RESULTAT der dritten Etappe —>
1. Toby Price KTM (AUS), 02h 13m 15s
2. Joan Barreda Bort HONDA (ESP), +00:02:54
3. Luciano Benavides KTM (ARG), +00:03:10
4. Matthias Walkner KTM, +00:03:31


Fotocredit: Marcin Kin / KTM
Text: Eva Walkner