News von Matthias Walkner
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Walkner startet Aufholjagd - Podium ist wieder in Reichweite

Der zweite Teil der Marathon-Etappe geht vom Biwak in Shubaytah am Rande der Rub al-Khali Wüste wieder zurück nach Haradh, wo auch die letzte Etappe der diesjährigen Rally Dakar starten wird. Die ersten 80 Kilometer, der elften Etappe, führen durch die atemberaubendsten Dünen Saudi-Arabiens, danach geht es auf sandigem Untergrund weiter.

Auf der vorletzten Etappe liefert sich Walkner ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Pablo Quintanilla und katapultiert sich auf den vierten Gesamtrang nach vor. Nach einer durchwachsenen Aufholjagd mit einigen Schreckensmomenten lebt die kleine Chance auf eine Podiumsplatzierung wieder. Der Dakar-Sieger von 2018 zeigt sich von seiner Bestleistung und absolviert eine fahrerisch nahezu perfekte Wertungsprüfung. Sieben Minuten trennen den Salzburger vom dritten Gesamtplatz, der derzeit von seinem KTM-Teamkollegen Toby Price besetzt wird. Walkner geht morgen hinter Pablo Quintanilla als zweiter in die Wertungsprüfung, die kleine aber dennoch realistische Chance auf einen Top-Drei Platz wird keine Fahr- oder Navigationsfehler erlauben.

OT Walkner:
„Es war ein richtig cooler Tag und es war heute mehr los als in den letzten zehn Tagen zusammen. Gleich zu Beginn sind wir einen 400 Meter hohen Dünenberg rauf gefahren, auf der anderen Seite beim Runterfahren hab ich dann eine Abrisskante übersehen und bin vier Meter ins Flache gesprungen, dabei hab ich mir ordentlich den Kopf angeschlagen. Danach war ich richtig munter.
Es war sehr zum Aufpassen heute - extrem schnell und immer wieder diese scharfen Dünenkanten. Hier einen guten Kompromiss zu finden war gar nicht so einfach. Zu 80 % verlief die Etappe auf Sand und ich wusste, dass heute der Tag zum Angreife
en und viel Zeit gut machen ist. Ich hab bei Kilometer 170 gemerkt, dass der Hecktank schon leer ist, was doch sehr untypisch ist. Dadurch, dass ich so gepusht hatte und durch den weichen Sand, war der Benzinverbrauch höher als gewöhnlich. Ich hab dann etwas dosiert und versucht, möglichst benzinsparend zu fahren. Mir war klar, dass wenn ich so weiterfahre, werde ich das Ziel nicht sehen. Zwei bis drei Kilometer vor dem Tankstopp ist mir das Benzin ausgegangen. Ich bin stehen geblieben, hab das Motorrad auf die Seite gelegt damit das ganze Benzin zusammenläuft und bin wieder weiter gefahren. Nach einem Kilometer ist das Motorrad wieder stehen geblieben, ich hab es wieder umgelegt und bin wieder weitergefahren. Wenn das noch einen Kilometer früher passiert wäre, wäre ich nicht ins Ziel gekommen.
Ich war ziemlich sauer, weil ich dort an die zwei bis drei Minuten liegen lassen hab und bin nach dem Refueling mit Vollgas gefahren.
Auf der zweiten Hälfte hab ich dann noch mal zwei Abrisskanten übersehen und mir so den Kopf angeschlagen, dass ich für dich nächste 20 Minuten ein paar Sterne vor mir hatte. Die zweite Abrisskante war extrem betrogen, zuerst rund abfallen und plötzlich riss sie ab. In der Luft dachte ich mir noch, dass sich das nicht mehr ausgehen wird. Ich hab dann einfach Vollgas geben und mit dem Zug hat es mich nach vorne gerissen. Ziemliches Glück, dass ich da einige Male hatte. Die letzten 50 Kilometer hab ich noch mal so richtig angedrückt, ich bin nur zwei Mal vom Gas gegangen. Mit dem Motorrad und meinem Tempo war ich heute extrem zufrieden. Ich freue mich jetzt schon auf Morgen, ich bin richtig motiviert.“

Die Rallye Dakar 2020 und der Kampf und das Podium geht in die finale Phase. Die letzte Etappe geht 447
7 Kilometer von Haradh nach Qiddiya wovon 374 Kilometer zur Wertungsprüfung zählen. Um ca. 10:00 Uhr Vormittags (lokale Zeit) wird die Ankunft der ersten Fahrer erwartet.


RESULTAT der 11. Etappe —>
1. Pablo Quintanilla HUSQVARNA (CHL)
, 04h 09m 22s
2. Matthias Walkner KTM, +00:00:09
3.
Luciano
Benavides KTM (ARG), +00:02:48


Gesamtwertung nach der 11. Etappe—>
1. Ricky Brabec HONDA (USA), 38h 33m 28s
2. Pablo Quintanilla HUSQVARNA (CHL), +00:13:56
3. Toby Price KTM (AUS), +00:22:34
4. Matthias Walkner KTM, +00:29:53
5. Joan Barreda Bort HONDA (ESP),
+00:30:09